Als die Frauen das Laufen lernten

Als vor 50 Jahren in Westfalen erstmals eine Meisterschaft über 3-mal-800-m ausgeschrieben wurde, war ein Trio der Hammer Spiel Vereinigung dabei. Annemarie Schulte (heute Anhalt), Mechthild Wentigmann (Sonnenschein) und Roswitha Bankamp (Meyer) gewannen den Titel im Hammer Jahnstadion mit 7:46,4 Minuten und gehörten damit auch zu den besten deutschen Teams. Ein Jahr später war man noch zehn Sekunden schneller, aber da reichte es „nur“ zum Vize. Jetzt trafen sich die Aktiven von damals zum Wiedersehen und da wurde natürlich viel erzählt aus der großen Zeit der Hammer Leichtathletik.
Am längsten aktiv war Roswitha Bankamp. Erstmals in Erscheinung trat sie 1965 im westfälischen Endlauf über 200 m. Die Strecken wurden immr länger. In Stuttgart 1971 bei den Deutschen lief sie 800 m und 1500 m, etlich Stadtrekorde stellte sie auf von 800 m bis 3000 m und 1979 bei den deutschen Cross-Meisterschaften in Baunatal gab es zusammen mit Inge Pfeiffer und Marianne Köster in der AK-Mannschaftswertung (LAZ Hamm) den ersten Platz. Annemarie Schulte stand neunmal -auch in der Halle- bei westfälischen Meisterschaften- über 400 m und 800 m in den Endläufen, dazu kommen noch einige Staffeleinsätze. Über 800 m hielt sie über etliche Jahre den Stadtrekord. Ulrike Flöing lief schon als Jugendliche im 200-m-Endlauf und Schwester Doris gehörte 1968 zu den besten westfälischen 400-m-Läuferinnen. Mechthild Wentigmann war besonders erfolgreich in den Staffeln über 4-mal-100 m und 3-mal-800 m.